Weinbauern und Pflanzenschutzexperten diskutieren Folgen der neuen EU-Pflanzenschutzrichtlinie

01.04.2010 | Ludwigshafen
Die Herausforderungen, die die Umsetzung der neuen EU-Pflanzenschutzrichtlinie in den einzelnen Mitgliedsstaaten und im Besonderen für die europäischen Weinbauern mit sich bringt, waren zentrales Thema eines zweitägigen Weinbau-Symposiums der BASF.

Vor dem Hintergrund neuester Forschungsergebnisse diskutierten führende Experten, welche praktischen Konsequenzen die neue Rahmenrichtlinie zum umweltverträglichen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln nach sich zieht.

Die Implementierung der neuen Pflanzenschutzrichtlinie wird zu weitgreifenden Veränderungen in der Landwirtschaft Europas führen. Jeder einzelne Mitgliedsstaat ist für die Detailplanung der Rahmenrichtlinie verantwortlich, gemäß der die Landwirte so oft wie möglich nicht-chemische Pflanzenschutzmittel im Rahmen eines integrierten Pflanzenschutzes (IPM - Integrated Pest Management) einsetzen sollen.

"In Italien arbeiten die Weinbauern schon lange Zeit nach den Methoden des integrierten Landbaus", berichtet Dr. Tiziano Galassi, im Landwirtschaftsministerium der Region Emilia Romagna im Bereich Pflanzenschutz tätig, als einer der Redner in der Diskussion um nachhaltige Landwirtschaft. "Um die Anstrengungen in diesem Bereich noch zu verstärken, brauchen wir einen offenen, partnerschaftlichen Dialog zwischen allen Beteiligten, auch mit der Industrie. Das ist der einzige Weg, um im nachhaltigen Pflanzenbau wirkliche Fortschritte zu erreichen."

Dr. José Luís Perez Marín, Mitarbeiter im Bereich Pflanzenschutz bei S.I.D.T.A., wies auf die Befürchtungen der Weinbauern hin: "In der spanischen Region Rioja werden wir große Probleme haben, wenn die neue Pflanzenschutzrichtlinie in Kraft tritt. Die Landwirte müssen dann auf bewährte Wirkstoffe im Pflanzenschutz verzichten, zu denen es kaum Alternativen gibt. Da die Weinbauern nur noch eine verringerte Anzahl von Pflanzenschutzmitteln einsetzen dürfen, wird es mit der neuen EU-Verordnung wesentlich schwieriger werden, mit den verbleibenden Wirkstoffen eine Resistenzbildung zu verhindern. Zum Vergleich stellen Sie sich doch mal vor, die Regierung würde nur noch ein oder zwei Antibiotika auf dem Markt lassen."

Neue hochwirksame Wirkstoffe, die den aktuellen Zulassungsrichtlinien entsprechen, bieten den Weinbauern hier eine Alternative. BASF-Produkte mit dem neuen Wirkstoff Initium", wie etwa das Fungizid Enervin™, stellen für die Weinbauern eine perfekte Ergänzung der Wirkstoffpalette dar. In Feldversuchen zeigte sich Initium als hochselektives und wirksames Fungizid zur Prävention von falschem Mehltau (Plasmopara viticola) bei Weinreben. Der Wirkstoff zeigt eine gute Umweltverträglichkeit und muss weniger häufig angewendet werden - dank seiner lang anhaltenden Wirksamkeit von bis zu 14 Tagen. Damit passt Initium ideal in das Anforderungsprofil des nachhaltigen Weinbaus.

"Alle Beteiligten sind sich einig, dass wir hier im offenen Dialog gemeinsame Anstrengungen für einen nachhaltigen Anbau unternehmen müssen", fasste Nader Mahmoud, Leiter des Unternehmensbereich Crop Protection der BASF in Südeuropa, die Ergebnisse des Symposiums zusammen. "Nur so wird es möglich sein, Lösungen für den nachhaltigen Weinbau von morgen zu finden".

Quelle: Pressemeldung BASF SE

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