Hundehölle von Erfurt erzeugt traumatisierte, gequälte Hunde
Die dort aufgedeckte Zwingerhaltung von Schäferhunden, die gegen tierschutzrechtliche Mindeststandards verstößt und laut zuständigem Amtsveterinär nur deshalb so geduldet wird, weil der Betrieb sonst geschlossen werden müsste, stellen Mitursachen für das spätere möglicherweise aggressive Verhalten von Hunden gegenüber Menschen dar. Kynologisch nachgewiesen sei, dass die Erzüchtung von traumatisierten Hunden, die aufgrund schlechter Haltungsbedingungen (z.B. ohne Tageslicht, ohne Auslauf, zu kleine Zwinger etc.) gerade im Aufwuchsalter ständig extrem leiden, zu negativen Folgen im späteren Verhaltensrepertoire führen können.
"Der thüringische Innenminister hat völlig Recht mit seiner Auffassung, dass nicht die Hunde das Problem sind, sondern die Halter", unterstützt Nadja Kutscher, Hundeexpertin von PETA Deutschland e.V., die jahrelange Forderung nach einem Hundeführerschein. "Doch wenn Behörden eine derartige Hundezucht weiter zulassen und keinen Widerruf der Genehmigung vornehmen, müssen sich die Behörden Verantwortungslosigkeit vorhalten lassen", ergänzt Kutscher.
Die Duldung der "Hundehölle von Erfurt" sei verantwortungslos. PETA Deutschland kündigt weitere Schritte an, nachdem festgestellt werden musste, dass die vom Erfurter Veterinäramt öffentlich angekündigten baulichen Änderungen bis heute nicht vorgenommen wurden. Es ist an der Zeit, dass die oberste Aufsichtsbehörde des Landes Thüringen seiner Landeshauptstadt, die Vorbildfunktion haben soll, die rote Karte zeigt.
Quelle: Pressemeldung PETA Deutschland e.V.
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